Pflegeversicherung
Das   1995   in   Kraft   getretene   Pflegeversicherungsgesetz   ist   zwischenzeitlich   mehrfach   geändert   worden.   U.a. trat   2008   das   Pflegeweiterentwicklungsgesetz   in   Kraft.   Dieses   regelt   u.a.   die   Ansprüche   der   benötigten Hilfen und die damit verbundenen Kosten für alle Beteiligten. Zum   01.   Januar   2013   kam   das   Pflege-Neuausrichtungsgesetz   (PNG)   hinzu.   Dieses   soll   u.   a.   zu   einer besseren   Versorgung   von   “Demenzkranken”   führen,   aber   auch   die   Förderung   von   “Pflege-Wohngruppen” und mehr Unterstützung für pflegende Angehörige soll erreicht werden. Vielfältige und weitreichende Änderungen stehen auch zum 01. Januar 2017 an. Mit   den   Pflegestärkungsgesetzen   I   und   II   (PSG   1   &   2)   erhalten   in   erster   Linie   Menschen   mit   Demenz schrittweise   bis   Anfang   2017   die   gleichen   Leistungen   aus   der   sozialen   Pflegeversicherung   wie   dauerhaft körperlich Kranke. Wie    bei    jedem    Gesetz    wirken    die    verschiedenen    Paragraphen    aus    der    Pflegeversicherung    auf    viele Menschen wie ein undurchschaubarer „Gesetzesdschungel“. Wir   möchten   Ihnen   deshalb   hier   einen   kurzen   Überblick   mit   den   wichtigsten   Informationen   über   die Pflegeversicherung     geben.     Für     weitergehende     Informationen     haben     wir     eine     Broschüre     für     Sie zusammengestellt,   welche   Sie   als   pdf-Datei   herunterladen   oder   in   einem   unserer   Stadtteilbüros   erhalten können. Gerne   dürfen   Sie   uns   auch   telefonisch   oder   persönlich   kontaktieren,   um   umfassendere   Informationen   über die Pflegeversicherung zu erhalten.   Wir beraten Sie gerne zu diesem Thema!!! Hier ein kurzer Überblick mit den wichtigsten Informationen zur Pflegeversicherung: Wann liegt eine Pflegebedürftigkeit vor? Pflegebedürftig    sind    Personen,    die    wegen    einer    körperlichen,    geistigen    oder    seelischen Krankheit    oder    Behinderung    für    die    gewöhnlichen    und    regelmäßig    wiederkehrenden Verrichtungen   im   Ablauf   des   täglichen   Lebens   auf   Dauer   –   voraussichtlich   für   mindestens sechs Monate – im erheblichen oder höheren Maße der Hilfe bedürfen. Die   Entscheidung   über   das   Vorliegen   kann   jedoch   vor   Ablauf   von   6   Monaten   getroffen werden,   wenn   absehbar   ist,   dass   der   Zustand   der   Hilfsbedürftigkeit   mindestens   6   Monate andauern wird (§ 14 Abs. 1, SGB XI). Welche Pflegestufen gibt es? Entsprechend   der   Schwere   der   Pflegebedürftigkeit   erfolgt   eine   Einstufung   in   eine   der   drei Pflegestufen (nach § 15 SGB XI). Die    Einstufung    entscheidet    sich    in    der    Häufigkeit    des    Hilfebedarfes    (in    den    Bereichen Körperpflege,    Ernährung,    Mobilität    und    hauswirtschaftliche    Versorgung)    sowie    dem    entsprechenden Zeitaufwand für die Pflege. Hinzu kommt die Pflegestufe 0, für Personen die eine erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz haben. Die    Einschätzung    zur    Pflegebedürftigkeit    wird    durch    einen    Gutachter    vom    Medizinischen    Dienst    der Krankenkassen   vorgenommen.   In   der   Regel   ist   ein   Anruf   oder   ein   formloser   Brief   zur   Antragstellung ausreichend. Ihre Pflegekasse schickt ihnen dann ein entsprechendes Formular zu. WICHTIG:    Seit   dem   01.01.2017   hat   sich   diese   Einstufung   durch   das   Pflegestärkungsgesetz   II   (PSG   II) geändert. Die Pflegestufen sind durch fünf Pflegegrade  ersetzt worden. Leistungen der Pflegeversicherung: Die   Pflegeversicherung   soll   helfen   die   Situation   der   Pflegebedürftigen   zu   erleichtern   und   zu   unterstützen. Diese Hilfen finden in Form von Dienst-, Sach und/oder Geldleistungen statt. Eine   Leistung   der   Pflegeversicherung   ist   u.   a.   häusliche   Pflege   bei   Verhinderung   der   Pflegeperson   auf   Grund eines   Erholungsurlaub,   Krankheit   oder   wenn   diese   aus   anderen   Gründen   an   der   Pflege   verhindert   ist   (sog. Verhinderungspflege).   Die   Kasse   übernimmt   hierbei   die   Kosten   für   die   Ersatzpflege   für   längstens   vier Wochen je Kalenderjahr. Pflegebedürftige    aller    Pflegegrade,    die    ambulant    gepflegt    werden,    haben    einen    Anspruch    auf    einen Entlastungsbetrag   in   Höhe   von   bis   zu   125,-   Euro   monatlich.   Der   Betrag   ist   zweckgebunden   einzusetzen, wie   z.B.   Spaziergänge,   Vorlesen,   Beschäftigungstherapie   (Malen,   Singen,   Musizieren)   oder   Tages-,   Nacht- bzw. Kurzzeitpflege im Wert von bis zu 1.500,00 Euro jährlich. Auch   teilstationäre   Pflege,   Kurzzeitpflege   oder   vollstationäre   Pflege   kann   über   die   Pflegeversicherung   in Anspruch   genommen   werden.   Des   Weiteren   können   auch   Pflegehilfsmittel   und   wohnumfeldverbessernde Maßnahmen über die Pflegeversicherung abgerufen werden.
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Leistungen
Ihr Kontakt AHB Zentrale Kurfürstenallee 80 28211 Bremen Tel.:  0421 / 20 451 0 Fax: 0421 / 20 451 25 Email: info@ahb-bremen.de
Pflegeversicherung
Das      1995      in      Kraft      getretene      Pflegeversicherungsgesetz      ist zwischenzeitlich    mehrfach    geändert    worden.    U.a.    trat    2008    das Pflegeweiterentwicklungsgesetz     in     Kraft.     Dieses     regelt     u.a.     die Ansprüche   der   benötigten   Hilfen   und   die   damit   verbundenen   Kosten   für alle Beteiligten. Zum   01.   Januar   2013   kam   das   Pflege-Neuausrichtungsgesetz   (PNG) hinzu.     Dieses     soll     u.     a.     zu     einer     besseren     Versorgung     von “Demenzkranken”    führen,    aber    auch    die    Förderung    von    “Pflege- Wohngruppen”   und   mehr   Unterstützung   für   pflegende   Angehörige   soll erreicht werden. Vielfältige   und   weitreichende   Änderungen   stehen   auch   zum   01.   Januar 2017 an. Mit   den   Pflegestärkungsgesetzen   I   und   II   (PSG   1   &   2)   erhalten   in   erster Linie   Menschen   mit   Demenz   schrittweise   bis   Anfang   2017   die   gleichen Leistungen   aus   der   sozialen   Pflegeversicherung   wie   dauerhaft   körperlich Kranke. Wie   bei   jedem   Gesetz   wirken   die   verschiedenen   Paragraphen   aus   der Pflegeversicherung    auf    viele    Menschen    wie    ein    undurchschaubarer „Gesetzesdschungel“. Wir    möchten    Ihnen    deshalb    hier    einen    kurzen    Überblick    mit    den wichtigsten    Informationen    über    die    Pflegeversicherung    geben.    Für weitergehende     Informationen     haben     wir     eine     Broschüre     für     Sie zusammengestellt,   welche   Sie   als   pdf-Datei   herunterladen   oder   in   einem unserer Stadtteilbüros erhalten können. Gerne   dürfen   Sie   uns   auch   telefonisch   oder   persönlich   kontaktieren,   um umfassendere Informationen über die Pflegeversicherung zu erhalten.   Wir beraten Sie gerne zu diesem Thema!!! Hier    ein    kurzer    Überblick    mit    den    wichtigsten    Informationen    zur Pflegeversicherung: Wann liegt eine Pflegebedürftigkeit vor? Pflegebedürftig   sind   Personen,   die   wegen   einer   körperlichen,   geistigen oder   seelischen   Krankheit   oder   Behinderung   für   die   gewöhnlichen   und regelmäßig    wiederkehrenden    Verrichtungen    im    Ablauf    des    täglichen Lebens   auf   Dauer   –   voraussichtlich   für   mindestens   sechs   Monate   –   im erheblichen oder höheren Maße der Hilfe bedürfen. Die   Entscheidung   über   das   Vorliegen   kann   jedoch   vor   Ablauf   von   6 Monaten   getroffen   werden,   wenn   absehbar   ist,   dass   der   Zustand   der Hilfsbedürftigkeit   mindestens   6   Monate   andauern   wird   (§   14   Abs.   1,   SGB XI). Welche Pflegestufen gibt es? Entsprechend     der     Schwere     der     Pflegebedürftigkeit     erfolgt     eine Einstufung in eine der drei Pflegestufen (nach § 15 SGB XI). Die   Einstufung   entscheidet   sich   in   der   Häufigkeit   des   Hilfebedarfes   (in den        Bereichen        Körperpflege,        Ernährung,        Mobilität        und hauswirtschaftliche       Versorgung)       sowie       dem       entsprechenden Zeitaufwand für die Pflege. Hinzu    kommt    die    Pflegestufe    0,    für    Personen    die    eine    erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz haben. Die   Einschätzung   zur   Pflegebedürftigkeit   wird   durch   einen   Gutachter vom   Medizinischen   Dienst   der   Krankenkassen   vorgenommen.   In   der Regel    ist    ein    Anruf    oder    ein    formloser    Brief    zur    Antragstellung ausreichend.   Ihre   Pflegekasse   schickt   ihnen   dann   ein   entsprechendes Formular zu. WICHTIG:    Seit   dem   01.01.2017   hat   sich   diese   Einstufung   durch   das Pflegestärkungsgesetz   II   (PSG   II)   geändert.   Die   Pflegestufen   sind   durch fünf Pflegegrade  ersetzt worden. Leistungen der Pflegeversicherung: Die   Pflegeversicherung   soll   helfen   die   Situation   der   Pflegebedürftigen   zu erleichtern   und   zu   unterstützen.   Diese   Hilfen   finden   in   Form   von   Dienst-, Sach und/oder Geldleistungen statt. Eine    Leistung    der    Pflegeversicherung    ist    u.    a.    häusliche    Pflege    bei Verhinderung    der    Pflegeperson    auf    Grund    eines    Erholungsurlaub, Krankheit    oder    wenn    diese    aus    anderen    Gründen    an    der    Pflege verhindert   ist   (sog.   Verhinderungspflege).   Die   Kasse   übernimmt   hierbei die     Kosten     für     die     Ersatzpflege     für     längstens     vier     Wochen     je Kalenderjahr. Pflegebedürftige   aller   Pflegegrade,   die   ambulant   gepflegt   werden,   haben einen   Anspruch   auf   einen   Entlastungsbetrag   in   Höhe   von   bis   zu   125,- Euro   monatlich.   Der   Betrag   ist   zweckgebunden   einzusetzen,   wie   z.B. Spaziergänge,      Vorlesen,      Beschäftigungstherapie      (Malen,      Singen, Musizieren)   oder   Tages-,   Nacht-   bzw.   Kurzzeitpflege   im   Wert   von   bis   zu 1.500,00 Euro jährlich. Auch   teilstationäre   Pflege,   Kurzzeitpflege   oder   vollstationäre   Pflege   kann über    die    Pflegeversicherung    in    Anspruch    genommen    werden.    Des Weiteren   können   auch   Pflegehilfsmittel   und   wohnumfeldverbessernde Maßnahmen über die Pflegeversicherung abgerufen werden.
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